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Eigentlich wollen Sie dieses Jahr wirklich niemandem etwas schenken. Sie kommen am Freitag, dem 18. Dezember ins MAGASÄ nach Ganterschwil, um eine Suppe zu essen, ein Glas Wein zu trinken, um sich mit Freunden, Bekannten und Unbekannten zu treffen, ein paar gemütliche Momente zu verbringen und dann wieder nach Hause zu fahren, in der Gewissheit, dass ihr Entschluss, dieses Jahr wirklich niemandem etwas zu Weihnachten zu schenken, richtig ist. Sie werden zufrieden einschlafen und am nächsten Morgen ebenso aufwachen und wissen, dass Ihre Mutter, auch wenn sie weiss, dass sie kein Geschenk von Ihnen erhalten wird, Sie trotzdem liebt. Sie ist ja Ihre Mutter.
Seltsamerweise gehen Ihnen einzelne Werke, die Sie am vergangenen Abend gesehen haben, nicht mehr aus dem Kopf. Hübsch waren sie, die kleinen Dinge, ach ja und das etwas grössere Stück an der hinteren Wand, aber halt, stopp, nein, Sie haben sich ja etwas vorgenommen und Sie gehören nicht zu den Menschen, die die einmal getroffenen Entscheidungen leichtfertig fallen lassen. Aber, jetzt ist Samstagmorgen, der 19. Es gibt Kaffee und Gipfeli im MAGASÄ und Ihre Nachbarin fährt sowieso nach Ganterschwil. Sie fahren mit.
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